Der ein oder andere wird es sicherlich schon erlebt haben: Der Hund läuft interessiert und freudig auf einen fremden Menschen zu und Herrchen oder Frauchen macht somit eine neue Bekanntschaft – ob sie / er will oder nicht.

Benny hatte den richtigen Riecher und hat Jason für sein Frauchen gefunden.

Benny hatte den richtigen Riecher und hat Jason für sein Frauchen gefunden.

In einigen Fällen tut der Hund Herrchen und Frauchen beim Kennenlernen damit sogar einen großen Gefallen: nämlich dann, wenn Mensch sich wiedermal nicht traut den ersten Schritt zu machen, jedoch gerne einen bisher unbekannten Menschen Kennenlernen und ins Gespräch kommen möchte. Im Gegensatz zum Menschen kennt der Hund nämlich meist keine Scheu und Scham sein ehrliches und aufrichtiges Interesse am unbekannten Gegenüber zu zeigen.

Menschen mit Hund kommen sich schneller näher

Diplom-Psychologe Jens Lönneker vom Rheingold-Institut Köln belegte nun wissenschaftlich, dass Menschen sich durch einen Hund schneller bzw. überhaupt näher kommen. In der vom “Forschungskreis Heimtiere in der Gesellschaft” in Auftrag gegebenen Studie “Der Hund als Flirt-Faktor”, bestätigten 77% aller Befragten bereits über einen Hund, sei es der eigene oder der des Gegenübers, ins Gespräch gekommen zu sein. Bei jedem Zehnten führte dies sogar zu einer festen Partnerschaft.

Auch das „Warum“ wurde dabei unter die Lupe genommen. Die 6 häufigsten Antworten der Hundebesitzer:

  1. Der erste Kontakt ist unbefangener
  2. Es besteht ein gemeinsames Interesse – den Hund
  3. Der Hund stellt Vertrautheit her und nimmt Spannung aus dem Gespräch
  4. Der Hund geht auf Menschen zu und bricht damit das Eis
  5. Das Interesse für den Hund springt leicht über in Interesse für den Hundebesitzer
  6. Menschen, die Hunde haben, sind von Natur aus kontaktfreudiger

Von einem attraktiven Hund-Mensch-Gespann wird beim Flirten erwartet, dass der Hund wohlerzogen ist, gehorcht, ein gepflegtes Erscheinungsbild hat sowie hinsichtlich seiner Eigenschaften zu seinem Herrchen oder Frauchen passt. Denn der Hund steht durch die emotionale Bindung zum / zur Besitzer/-in repräsentativ für seine/n Besitzer/-in und ermöglicht dem fremden Gegenüber mitunter auch eine leichtere und schnellere Einschätzung des jeweiligen menschlichen Charakters.

Laut einer weiteren Umfrage, „stehen“ 76 Prozent aller Befragten auf artige Hunde, 71 Prozent auf niedliche, 69 Prozent auf besonders schöne, 66 Prozent eher auf mittelgroße, 64 Prozent auf kleine, aber nur 34 Prozent auf große Hunde. Aber auch Eigenschaften wie Natürlichkeit, Lebhaftigkeit und Eigenwilligkeit werden seitens der Befragten als attraktive Eigenschaften genannt.

Wer hat den besseren Riecher bei der Partnerwahl?

Bleibt noch die Frage wer denn nun den besseren Riecher bei der Partnerwahl hat – der Mensch oder der Hund? Und ob Mensch prinzipiell besser beraten ist, zukünftig ausschließlich dem Hund die Wahl des Partners zu überlassen?

So einfach ist es dann wohl doch nicht: Es ist und bleibt wohl die Aufgabe des Menschen, das vom Hund eingefädelte Kennenlernen geschickt weiter zu führen, die Bekanntschaft zu intensivieren und zu festigen. Und wenn daraus eine wahrhaftige und ehrliche Beziehung erwächst, kann Herrchen / Frauchen um so stolzer auf seinen / ihren Hund sein bei der Suche nach Mr. oder Mrs. Right geholfen zu haben.

Ein treuer Partner für den Menschen

Sollte die Mensch-Mensch-Beziehung jedoch nicht für die Ewigkeit sein, seid getröstet: Partner Hund bleibt dem Menschen bekanntlich und nachweislich ein Leben lang treu! Und wer weiß: vielleicht hat er beim nächsten Spaziergang bereits wieder den richtigen Riecher in Sachen Partnersuche!

 

 

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